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Myokardszintigraphie  2/2 >>

 

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Anatomie
Herzanatomie
 


Die Myokardszintigraphie ist eine Methodik, die es ermöglicht, die Versorgung des Herzmuskels mit Blut bildlich darzustellen und somit deren Lebendigkeit nachzuweisen. Oft erfolgt diese Methode als Kontrolluntersuchung oder Nachsorgeuntersuchung bei Patienten mit bekannter koronarer Herzerkrankung (KHK). Aber auch bei der Verdachtdiagnose der KHK kann die Myokardszintigraphie wertvolle Informationen liefern. Um die Durchblutung des Herzmuskels sichtbar zu machen, wird eine radioaktive Substanz (in der Regel ein Technetium 99m (99mTc) markiertes Radiopharmakon (z.B. Tc-99m-MIBI (Cardiolite®)), das sich entsprechend der Durchblutung des Herzmuskels anreichert. Durch die Gammastrahlung, welche die Substanz aussendet, ist es möglich, mittels einer Gammakamera und entsprechender Computerprogramme ein dreidimensionales Bild zu erzeugen. Dabei kommt nur die muskelreiche linke Herzkammer zur Darstellung.

Diese Abbildung zeigt ein normales Myokardszintigramm  sowohl in Ruhe als auch nach Belastung.


Viele Minderdurchblutungen des Herzens stellen sich erst unter Belastung dar. Um festzustellen, ob eine Durchblutungsstörung im Herzen vorliegt und wie ausgeprägt diese ist, wird der Patient in der Regel körperlich belastet. Sollte dies nicht möglich sein, kann auch durch ein Medikament die Herzdurchblutung gesteigert werden. Eine Belastungsuntersuchung mit Tc-99m-MIBI ist eine Untersuchungsmöglichkeit, um herauszufinden, ob der Herzmuskel mit der Blutversorgung ausgestattet ist, die er braucht. Die Untersuchung gibt außerdem Aufschluss darüber, wie gut das Herz arbeitet. Um die Untersuchung durchzuführen, wird eine kleine Menge der Substanz Tc-99m-MIBI in die Vene verabreicht. Eine spezielle Kamera kann dann Aufnahmen des Herzens vornehmen.Es handelt sich bei Tc-99m-MIBI um eine gering radioaktive Substanz, die auf natürlichem Wege aus Ihrem Körper ausgeschieden wird. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer üblichen Röntgenaufnahme oder einer Computertomographie.


Was passiert während der Untersuchung?
Eine Herzuntersuchung mit Tc-99m-MIBI besteht normalerweise aus der Aufnahme des Herzens in zwei Phasen: unter körperlicher Belastung und unter Ruhebedingungen.
- unter Ruhebedingungen wird Tc-99m-MIBI injiziert und eine spezielle Kamera wird Aufnahmen des Herzens vornehmen.
- Nach einem Belastungs-EKG wird ein zweites Mal Tc-99m-MIBI injiziert, dieselbe Kamera macht auch dann noch einmal Aufnahmen des Herzens. Sollte es nicht möglich sein, ein Belastungs-EKG durchführen zu lassen, besteht auch die Möglichkeit, diesen Zustand mittels eines bestimmten Medikamentes herbeizuführen.


Warum muss diese Untersuchung durchgeführt werden?
Der behandelnde Arzt hat eine Tc-99m-MIBI - Untersuchung veranlasst, um einen genauen und möglichst vollständigen Aufschluss über die Funktion des Herzens zu erhalten. Das Herz wird mit lebenswichtigem Blut über die sogenannten Koronararterien oder Herzkranzgefäße versorgt. Wenn diese Gefäße durch z.B. fetthaltige Blockaden (Lipide) verengt oder gar verstopft sind, ist die Blutversorgung nicht mehr gewährleistet. Eine solche Verengung nennt man koronare Arteriosklerose oder koronare Herzkrankheit (KHK). Auch wenn das Herz unter Ruhebedingungen völlig normal arbeitet, so kann doch die Blutversorgung unter Belastungsbedingungen (z.B. bei sportlicher Betätigung) eingeschränkt sein. Häufig macht sich so etwas mit Brustschmerzen (Angina pectoris) bemerkbar. Genauso gut ist es aber möglich, dass keinerlei Symptome verspürt werden. Eine Herzuntersuchung mit Tc-99m-MIBI kann helfen, diese Erkrankung und die Auswirkungen auf den Körper zu diagnostizieren, so dass der Arzt die entsprechende Behandlung festlegen kann.

Diese Abbildung zeigt ein Myokardszintigramm  eines Patienten nach einem Herzinfarkt sowohl in Ruhe als auch nach Belastung. Deutlich ist der Defekt oben in der Herzspitze zu sehen. 

 

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