Intervention
Einführung in die perkutane Koronarintervention, 2003
Eine ideale Möglichkeit, entsprechende Substanzen an den Ort des Geschehens zu bringen, bietet die Applikation mit Hilfe eines Stents, dessen Metallgerüst mit einem medikamentenhaltigen Polymer beschichtet ist. Während der letzten Jahre wurden deshalb spezielle Medikamente freisetzende Stents (drug eluting stents) entwickelt und in ersten klinischen Studien getestet. Verschiedene Wirkstoffe wurden bisher untersucht. Die größte klinische Erfahrung liegt zur Zeit für Paclitaxel- und Rapamycin-beschichtete Stents vor....

Einsatz von beschichteten Stents (DES) bei perkutanen Koronarinterventionen bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung, 2003
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung hat dazu in diesem Jahr ein Positionspapier veröffentlicht, das
derzeit auch auf Grund neuerer Studienergebnisse überarbeitet wird. Wesentliche Teile werden hier
wiedergegeben.

Herzkatheter-Diagnostik
Invasive KHK-Diagnostik
Rainer Zimmermann, Pforzheim, 2003 Wesentliche invasive Methoden zur
funktionellen Koronardiagnostik, die klinisch eingesetzt werden: -
Quantitative Koronarangiographie - Intravaskulärer Ultraschall -
Intrakoronare Doppler-Fluss-Messung und die - Intrakoronare Druckmessung.

Kontrastmittel-Nephrotoxizität
Das akute Nierenversagen (ANV), definiert als rascher Abfall der Nierenfunktion, ist die häufigste und teuerste
Nierenerkrankung im Krankenhaus geworden und erhöht die Morbidität und Letalität.
Meist wird es definiert als ein Anstieg des Serum-Kreatinins um 0,5 mg/dl (44,2 µmol) oder als ein
relativer Anstieg des Serum-Kreatinins um 25 %. Bei der intravasalen Applikation jodhaltiger Kontrastmittel (KM)
ist das kontrastmittelinduzierte ANV eine der klinisch bedeutsamsten Komplikationen.Die
Ergebnisse der NEPHRIC-Studie zeigen, dass Iodixanol das Risiko des
Auftretens einer CIN bei Patienten, die aufgrund einer bereits bestehenden
eingeschränkten Nierenfunktion bzw. eines Diabetes mellitus als
gefährdet eingestuft werden, bedeutend reduziert.

Mitralinsuffizienz
Wie bei allen Herzkrankheiten besteht eine Indikation zur invasiven
Diagnostik grundsätzlich nur dann, wenn nach klinischen Kriterien der
Verdacht besteht, daß eine operative Korrektur der Mitralinsuffizienz
geboten ist. Kriterien hierfür sind die Symptome der Herzinsuffizienz der
klinischen Schweregrade II-III (NYHA), wenn sich diese nicht dauerhaft
durch medikamentöse Therapie beherrschen lassen und eine Zunahme der
Herzgröße oder Stauungszeichen trotz stabiler Symptomatik. Dieses
Kriterium ist stark von prophylaktischen Gesichtspunkten geprägt. Man
möchte verhindern, daß eine irreversible Überlastung bzw. Schädigung
des Myokards durch Belastung eintritt.

Aorteninsuffizienz
Die invasive Untersuchung bei Aorteninsuffizienz ist indiziert, wenn
klinisch der Verdacht besteht, daß der Patient einer, operativen
Korrektur seines Vitiums bedarf und wenn die Frage nach hämodynamischem
Schweregrad der Klappeninsuffizienz und der Funktion des Myokards mit
nicht-invasiven Mitteln nicht beantwortet werden kann. Bei möglicher
koronarer Herzkrankheit (Alter, Beschwerden oder Risikofaktoren), muß zum
Ausschluß therapiepflichtiger Koronarstenosen invasiv untersucht werden.

Aortenstenose
Die invasive Untersuchung bei Aortenstenose ist dann indiziert, wenn klinisch der Verdacht
entsteht, die Aortenstenose eines Patienten
könnte operationsbedürftig sein. Dieser Verdacht wird erweckt:
1. durch Symptome des Patienten. Dazu gehören Angina pectoris, Schwindelgefühl bei Belastung oder Synkopen, Symptome und objektive
Zeichen der Herzinsuffizienz.
2. durch Zunahme der Zeichen in den objektivierbaren technischen Untersuchungen innerhalb kurzer Zeit, d.h. in Wochen oder wenigen
Monaten.

Mitralstenose
Bei der Mitralstenose ergibt sich die Indikation zur invasiven Diagnostik erst dann, wenn ein korrigierender Eingriff bevorsteht.
Dabei laufen bei diesem Vitium klinischer Schweregrad und hämodynamischer Schweregrad der Befunde besonders eng parallel.
Beim heutigen Stand der Technik ist es jedoch grundsätzlich möglich, die Mitralstenose mit Ultraschall "operationsreif"
abzuklären.

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